Systematik
Familie: Trichiidae
Art: Gefelderter Haarstäubling
wissenschaftlicher Name Trichia botrytis (Lister & Lister, 1911)
Reifezeit:
Jan feb mär apr mai jun jul aug sep okt nov dez
Verbreitung

Die Art ist in Europa weit verbreitet und kommt auch in Mitteleuropa vor.

Lebensweise
Der Gefelderte Haarstäubling lebt saprobiontisch und ernährt sich von organischem Material, das durch die Zersetzung von Totholz entsteht.
Lebensraum
Die kleinen Fruchtkörper sind im Gelände leicht zu übersehen. Häufig verrät erst eine genauere Betrachtung des Totholzes die zahlreichen dicht beieinander stehenden Sporangien.
Er wächst vor allem auf liegenden, bereits stärker vermorschten Ästen und Holzstücken, gelegentlich auch auf abgestorbener Rinde. Entscheidend sind eine ausreichende Feuchtigkeit und ein bereits fortgeschrittenes Zersetzungsstadium des Holzes. Er kann deshalb sowohl in Wäldern als auch an schattigeren Stellen mit liegendem Totholz gefunden werden.
Merkmale
Der Gefelderte Haarstäubling ist ein auffälliger, wenn auch nur wenige Millimeter großer Schleimpilz, der vor allem auf stärker zersetztem Totholz zu finden ist. Die Fruchtkörper erscheinen meist in Gruppen und bestehen aus einem kurzen, dunklen Stiel und einem kugeligen bis birnenförmigen Sporenbehälter. Dieser erreicht nur etwa 0,5 – 1 mm Durchmesser und ist zunächst gelblich bis orangebraun, später zunehmend rotbraun bis dunkelbraun gefärbt. Mit zunehmender Reife trocknet die äußere Hülle ein und zerfällt in kleine Felder. Dadurch entsteht das für die Art charakteristische, gefelderte Erscheinungsbild.
Bei der Reife öffnet sich die Peridie und gibt das gelbliche bis ockerfarbene Sporenpulver frei. Im Inneren befindet sich ein feines Geflecht aus dem sogenannten Capillitium. Die einzelnen Fäden besitzen spiralig verlaufende Verdickungsleisten und laufen an ihren Enden allmählich zu feinen Spitzen aus. Dieses Capillitium ist neben der Form und Färbung der Fruchtkörper ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Die Sporen sind rundlich, gelblich bis gelbbraun und nur etwa 9–11 µm groß.