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Verbreitung
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Die Art ist weltweit verbreitet und zählt zu den ökologisch und
geografisch besonders weit verbreiteten Schleimpilzen überhaupt.
Auch in Deutschland ist sie gut vertreten und wird in der Roten
Liste als ungefährdet geführt. |
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Beschreibung |
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Die auffälligsten Merkmale sind die intensiv ziegelrote bis
karminrote Färbung und die dicht gedrängten, kleinen
Fruchtkörper. Diese stehen meist gesellig bis in regelrechten
Gruppen auf dem Substrat. Die einzelnen Sporangien sind
gestielt, zunächst etwa eiförmig bis kurz zylindrisch und
erreichen geschlossen ungefähr 1 – 3 mm
Höhe; nach der Reife können sie sich deutlich
verlängern und bis etwa 6 mm hoch werden. Der Stiel ist
rötlichbraun, längs gerieft und geht in den kelchförmigen
unteren Bereich des Fruchtkörpers über. |
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Charakteristisch ist vor allem das Aussehen im reifen Zustand.
Wenn sich die Sporenmasse ausbreitet, verschwindet die
ursprünglich geschlossene Außenhaut weitgehend und das
Capillitium – ein feines Netzwerk aus Fäden – quillt heraus.
Dadurch sehen die Fruchtkörper aus wie winzige rote oder
rosafarbene Wattebäuschchen beziehungsweise kleine rote
Bürstchen. Das Capillitium ist relativ elastisch und besitzt
auffällige ringförmige, halbringförmige und rippenartige
Strukturen. Die Sporen sind rundlich, etwa 6 – 8 µm groß und
fein warzig. Gerade die Kombination aus Farbe, Wuchsform und der
Struktur des Capillitiums ist für die Bestimmung wichtig, denn
innerhalb der Gattung
Arcyria gibt es mehrere ähnlich gefärbte Arten. |
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Lebensweise |
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Wie bei anderen Schleimpilzen ist dabei wichtig, zwischen dem
vegetativen Plasmodium und dem sichtbaren Fruchtkörper zu
unterscheiden. Der eigentliche Organismus lebt zunächst als
schleimiges Plasmodium im Substrat beziehungsweise auf dessen
Oberfläche und ernährt sich von Mikroorganismen, insbesondere
Bakterien und anderen kleinen organischen Partikeln. Wenn die
Bedingungen stimmen – vor allem ausreichend Feuchtigkeit und
anschließend geeignete Bedingungen zur Fruchtkörperbildung –
wandelt sich das Plasmodium in die kleinen Sporangien um. Erst
dieses Stadium bekommen wir normalerweise zu Gesicht. |
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Die Fruchtkörperbildung ist stark von den Witterungsbedingungen
abhängig. Arcyria denudata
kann zwar ganzjährig auftreten, die auffälligen Fruktifikationen
werden aber besonders häufig bei feuchter Witterung und im
Herbst beobachtet. Auch nach Regenperioden können die roten
Fruchtkörper plötzlich auf lange Zeit trockenem Totholz
erscheinen. In einer Untersuchung in den Nördlichen Kalkalpen
wurde beispielsweise eine Fruktifikation im August dokumentiert. |
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Lebensraum
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Der Lebensraum ist wesentlich stärker an Totholz und
Feuchtigkeit gebunden, als es das auffällige Erscheinungsbild
zunächst vermuten läßt.
Arcyria denudata wächst vor allem auf stark morschem,
bereits weitgehend zersetztem Holz, auf Baumstümpfen, liegenden
Ästen und morscher Rinde. Daneben kann sie auch auf Laubstreu
vorkommen. Untersuchungen und Funddaten zeigen, daß sowohl Laub-
als auch Nadelholz genutzt werden können. In einem
Untersuchungsgebiet in den Alpen wurde die Art beispielsweise
auf Buchenholz und auf einem abgestorbenen Grünerlenast
gefunden. |
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