Systematik
Familie: Glasflügelwanzen (Rhopalidae)
Art: hellbraune Glasflügelwanze
wissenschaftlicher Name Rhopalus subrufus (Gmelin, 1790)
rote Liste: N [nicht gefährdet]
Flugzeit:
Jan feb mÄr apr mai jun jul aug sep okt nov dez
Verbreitung
Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und kommt auch in Deutschland häufig vor. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von West- und Mitteleuropa bis nach Osteuropa. Dabei ist sie vor allem in wärmeren Regionen regelmäßig anzutreffen, kann jedoch vielerorts gefunden werden, sofern geeignete Lebensräume vorhanden sind.
Merkmale

Die Hellbraune Glasflügelwanze ist eine 6 – 8 mm lange, schlank gebaute Wanzenart. Die Grundfärbung ist meist hell rotbraun bis graubraun und wirkt insgesamt recht einheitlich. Im Gegensatz zu einigen verwandten Arten besitzt sie gewöhnlich keine auffälligen kontrastreichen Flecken oder hellen Zeichnungselemente. Die Oberseite ist fein behaart. Die seitlichen Ränder des Hinterleibs (Connexivum) sind schwarz-weiß gemustert.

Der Kopf ist relativ schmal und trägt viergliedrige Fühler. Das zweite Fühlerglied ist deutlich länger als das dritte. Die Fühler sind überwiegend dunkel gefärbt, können aber insbesondere an der Basis einzelner Glieder aufgehellt sein. Der Halsschild (Pronotum) ist nach hinten deutlich verbreitert und dicht punktiert. Die Seitenränder sind leicht gerundet. Das Schildchen (Scutellum) ist dreieckig und ebenfalls dicht punktiert. Typisch für die Glasflügelwanzen sind die durchscheinenden Endabschnitte der Vorderflügel. Bei Rhopalus subrufus ist die Flügelmembran deutlich geädert, die Adern treten jedoch weniger kräftig hervor als bei einigen anderen Vertretern der Familie. Die lederartigen Flügeldecken sind fein punktiert und meist gleichmäßig braun gefärbt. Die Beine sind gelblichbraun bis rotbraun. Die Schenkel sind unbedornt und zeigen keine auffälligen Verdickungen.
Lebensweise
Wie die meisten Glasflügelwanzen ernährt sich Rhopalus subrufus überwiegend von Pflanzensäften und Samen verschiedener Kräuter. Mit ihrem stechend-saugenden Rüssel nimmt sie Pflanzensäfte auf. Die Tiere sitzen oft ruhig auf Blättern oder Blütenständen und fallen deshalb leicht nicht auf. Erwachsene Wanzen können vom Frühjahr bis in den Herbst beobachtet werden. Die Überwinterung erfolgt meist als erwachsenes Tier in geschützten Verstecken in der Bodenstreu, unter Pflanzenresten oder in anderen trockenen Rückzugsorten.
Lebensraum
Die Hellbraune Glasflügelwanze besiedelt vor allem offene und sonnige Standorte. Man findet sie auf Wiesen, an Wegrändern, auf trockenen Ruderalflächen, an Waldrändern, in Heiden sowie auf brachliegenden Flächen. Sie bevorzugt krautreiche Lebensräume mit einem ausreichenden Angebot an Samenpflanzen. Besonders häufig hält sie sich auf niedriger Vegetation auf, wo sie Nahrung sucht und sich sonnt.