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Systematik |
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Familie: |
Sand-, Erd- oder Trugbienen
(Andrenidae) |
| Art: |
haarstrang-sandbiene |
| weitere Namen: |
Möhren-Sandbiene,
Sommer-Kielsandbiene |
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wissenschaftlicher Name: |
Andrena nitidiuscula (Schenck, 1853) |
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rote
Liste: |
III [gefährdet] |
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Flugzeit: |
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Verbreitung
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Die Haarstrang-Sandbiene ist eine eher kleine und in
Mitteleuropa lokal vorkommende Sandbiene aus der Untergattung
Notandrena. Die Art ist von West- und Mitteleuropa
über Südeuropa bis nach Zentralasien und Japan verbreitet und
erreicht außerdem Nordafrika. In Deutschland gilt sie als
zerstreut und vielerorts selten; ihre Vorkommen konzentrieren
sich vor allem auf wärmebegünstigte Gebiete. |
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Merkmale |
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Die Weibchen erreichen etwa 7 – 9 mm
Körperlänge, die Männchen 7 – 8 mm. Der Körper ist überwiegend
schwarz und auffallend glänzend. Auf den Hinterleibstergiten
befinden sich schmale, helle Haarbinden, die besonders bei
frischen Tieren deutlich hervortreten. Die Behaarung ist
insgesamt eher spärlich weißlich bis grau. Wie bei vielen
Sandbienen besitzen die Weibchen eine gut entwickelte
Pollensammelbürste an den Hinterbeinen sowie die für die Gattung
typische Gesichtsfurche (Fovea facialis). Männchen wirken
schlanker und zeigen eine hellere Gesichtsbehaarung. |
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Lebensweise |
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Andrena nitidiuscula ist eine univoltine Art, bringt also
nur eine Generation pro Jahr hervor. Die Flugzeit liegt
überwiegend zwischen Juni und August, regional auch bis in den
September hinein. Die Weibchen sammeln Pollen oligolektisch an
Doldenblütlern (Apiaceae) und besuchen besonders häufig Wilde
Möhre (Daucus
carota), Bärenklau (Heracleum
sphondylium), Engelwurzen (Angelica)
sowie weitere Schirmblütler. Diese enge Bindung an Apiaceae hat
der Art den deutschen Namen Schirmblüten-Sandbiene eingebracht.
Nektar wird dagegen auch an anderen Blüten aufgenommen. |
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Als Brutparasit ist vor allem die Wespenbiene
Nomada errans
bekannt, die ihre Eier in die Nester von
A.
nitidiuscula legt. Die Larve der Wespenbiene entwickelt
sich anschließend auf Kosten des Pollenvorrats und der
Wirtslarve. |
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Lebensraum |
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Die Art besiedelt vor allem offene, warme und eher trockene
Lebensräume. Man findet sie auf Magerrasen, trockenen Wiesen, an
Waldrändern, in Kies- und Sandgruben, auf vegetationsarmen
Ruderalflächen sowie an Böschungen und anderen sonnigen
Offenstellen. Für die Nestanlage benötigt sie unbewachsenen oder
nur schwach bewachsenen Boden; häufig werden lehmige oder
tonhaltige Substrate bevorzugt, doch werden auch andere
geeignete Böden angenommen. Die Nester werden selbst gegraben
und können einzeln oder in lockeren Aggregationen auftreten. |
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Andrena nitidiuscula ♂ |
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